close
Top Panel
Top Panel
Top Panel

Statistics

Benutzer : 267
Beiträge : 1059
Weblinks : 228
Seitenaufrufe : 4933602

Besucherzähler

Heute247
Gestern1780
Woche9555
Monat52810
Gesamt1588030
Follow us on Twitter
Steirerbluat - Interview PDF Drucken E-Mail
Benutzerbewertung: / 4
SchwachPerfekt 
Geschrieben von: Tobias Reitz   

Wir haben mit Bandchef und –gründer Christian Hütter über Steirerbluat gesprochen:

Christian, für diejenigen, die Euch nicht kennen: Wofür steht Steirerbluat? Wie würdet Ihr Euch selbst beschreiben?
Wir haben vor zehn Jahren mit rockiger Volksmusik begonnen und sind jetzt zusätzlich im poppigen Schlager angekommen. Steirerbluat war in Österreich immer einzigartig. Wir haben Fans von 8 bis 80 und darüber hinaus, weil wir auf jeder CD immer für jeden Geschmack was dabei haben, vom Boarischen über die schöne Ballade und Schlagermusik bis zum Tanzflächenfüller für die Diskothek.

In Österreich schon Stars, in Deutschland noch relativ unbekannt: Warum?
Das kann ich Dir sagen: Ich hatte in der Vergangenheit noch nicht die Kraft für Deutschland. Es war viel Arbeit, uns in Österreich so publik zu machen, dass uns viele Leute kennen. Das haben wir aber geschafft. Für Deutschland haben uns die Zeit, die Kraft und die Partner gefehlt. 

Wie fühlt es sich nach zehn so erfolgreichen Jahren an, im Nachbarland wieder als „Newcomer“ bezeichnet zu werden?
Damit hab ich keine Probleme. Aber wirkliche Newcomer sind wir in Deutschland auch nicht. Wir hatten schon reichlich Fernsehauftritte und auch Konzerte im ganzen Land. Auch der Tourismus hat uns bekannter gemacht: In Österreich werden unsere Songs oft auf Skihütten gespielt. Das schwappt natürlich dank der vielen Ski- und Snowboard-Fans aus Deutschland auch rüber. Wir haben auf der Homepage viele CD-Besteller aus Deutschland.

Euch gibt’s jetzt seit zehn Jahren. Wie habt Ihr Euch gefunden?
Ich mach Musik, seit ich acht Jahre alt bin. Irgendwann wollte ich eigene Lieder und CDs machen und hab mir ein Konzept überlegt, wie ich das umsetzen könnte. Ich hab mir auch den Namen Steirerbluat ausgedacht. Am Anfang waren wir ein Trio, dann kam noch ein Musiker hinzu und heute sind wir schließlich zu fünft.

2007 habt Ihr Euer zehnjähriges Jubiläum gefeiert. Was ist alles gelaufen?
Es war perfekt! Wir haben jedes Jahr ein Steirerbluat-Open-Air bei uns daheim in der Steiermark. Da haben wir immer ca. 4.000-6.000 Besucher. Letztes Jahr hatten wir das also wieder, mit Gästen wie Andy Borg, Bernd Clüver und den Trenkwaldern. Es war phantastisch!

DJ Ötzi hat sich Euren Titel „I will leb’n“ geschnappt und macht ihn jetzt über Österreichs Grenzen hinaus nach neun Jahren populär. Also ein ähnlicher Ansatz wie beim „Stern, der deinen Namen trägt“. Was ist das für ein Gefühl und was erwartet Ihr?
Ich mag den Gerry menschlich und als Künstler unheimlich gern. Er hat mich gefragt und ich denke, die Sterne stehen gut. Der Titel ist bei uns seit Jahren ein Erfolg und ich hoffe, für ihn wird er es jetzt auch.

War „I will leb’n“ immer schon Euer Publikumsrenner?
Der Titel ist genauso alt wie der „Stern“. Und er hatte es am Anfang ähnlich schwer. Da waren andere Titel, die besser ankamen, zum Beispiel „Ich hol dir vom Himmel die Sterne“. Aber man darf nicht vergessen, dass Steirerbluat sehr viel gearbeitet haben in den letzten Jahren. Im Schnitt sind wir 200 Mal im Jahr auf der Bühne, und das seit vier, fünf Jahren. Wobei sich „I will leb’n“ schon irgendwann durchgesetzt hat. Wir haben ihn halt immer wieder für die Leute gespielt und irgendwann sind die DJs mit aufgesprungen und haben den Titel in den Tanzlokalen und Skihütten etabliert. Heute ist der Song in Österreich aus den Radio- und Diskothekenrotationen nicht mehr wegzudenken. DJ Ötzi ist ja auf den Titel aufmerksam geworden, weil er so gut funktioniert. 

Was würdet Ihr als Euren bislang größten Erfolg bezeichnen?
Da gibt’s vieles. Spontan fällt mir unser Amerika-Trip ein, wo wir fünf Wochen lang jeden Abend im Hofbräuhaus in Las Vegas gespielt haben. Wir waren in Hollywood, in L.A., haben Arnold Schwarzenegger besucht. Das war schon ein Highlight. Überhaupt die Reisen: Wir haben in Griechenland gespielt, in Italien, in Russland, in Frankreich, in der Türkei – ich weiß schon gar nicht mehr alles. Diese Dinge haben die Medien gar nicht alle mitgekriegt. Aber die Fans natürlich!

Habt Ihr als Band ein Motto oder vielleicht sogar ein gemeinsames Ritual auf oder abseits der Bühne?
Da hat eigentlich jeder sein Eigenes. Ich werde zum Beispiel vorm Konzert immer müde, muss mich zwei Stunden vorher zurückziehen. Eine Viertelstunde vorher werd ich dann wieder munter und sobald ich auf den Brettern steh, bin ich ein anderer Mensch. Wie ausgewechselt.

Was können wir vom neuen Album erwarten?
Es ist ein Doppelalbum mit unserem neuen Album „Ich will dich“ mit ganz neu produzierten Songs auf der ersten CD. Da sind viele Ohrwürmer dabei, die Du nach dem zweiten Hören schon im Kopf hast und nicht mehr raus kriegst. Auf der anderen CD finden die Fans das Beste aus 10 Jahren Steirerbluat mit Hits wie „I will leb’n“, „Ich hol dir vom Himmel die Sterne“, „Wenn der Sommer kommt“, „Du bist mein Stern“ oder „I brauch di“. Bei unseren bisherigen Erfolgen hat immer noch der i-Punkt gefehlt, aber ich bin mir sicher, dass es jetzt der Zeitpunkt ist, an dem das alles klappen wird. Ich erwarte mir sehr viel und bin auch guter Dinge. Ich spüre, dass die Leute uns glauben, was wir da machen und wofür wir auf der Bühne stehen.

Habt Ihr Anspieltipps?
Da gibt’s ein paar Titel, die sich herauskristallisieren: „Das Problem mit Engeln“ zum Beispiel oder „Ich will dich“. Das sind für mich zwei sichere Diskothekenknaller, die sicher auch im Rundfunk gut laufen werden, tolle Songs! Dann ist da ein Titel, „Du machst mich fertig“, sehr rhythmisch, der wird live gut ankommen und kommt direkt aus dem Leben, wenn man sich die Scheidungsraten allein in Österreich anschaut – die sind wahrscheinlich aber in Deutschland auch nicht besser. Es sind viele Nummern auf dem Album, bei denen ich denke: Des passt! Ich bin nicht so kopflastig, ich gehe ganz emotional und direkt an die Nummern dran. Das ist wohl eine Stärke. Meistens erkenne ich die Songs, die dem Publikum gefallen werden. 

 

 
Weitere interessante Beiträge